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Wasser

Alles das Gleiche?
Seele - Psyche - Geist

Auf der Reise zu sich selbst, verändert bzw. erweitert sich früher oder später der Blick auf das eigene Menschsein, die Menschheit, das Leben, unseren Planeten Erde, das Universum - das Große Ganze oder Allumfassende. Die persönlich neu entdeckten Fäden aus Psychologie, Medizin, Philosophie, Religion, Spiritualität, Astrologie, Astronomie, Quantenphysik uva. verweben sich langsam zu einem Gesamtbild. In der Seelenkunde von Varda Hasselmann & Frank Schmolke* habe ich für mich wertvolle Antworten gefunden, die mein Verständnis übers menschliche Leben bzw. den Seelenplan erfüllen. In ihren Büchern (u.a. "Welten der Seele" 1993, Goldmann Verlag) und Seminaren traf ich auf eine für mich stimmig Beschreibung der Begriffe Seele- Psyche - Geist, die verwandt, aber nicht als Synonym zu verstehen sind, da sie unterschiedliche Wirkungsbereiche bzw. Instanzen sind. An der Stelle sei gesagt, dass Worte manchmal nicht beschreiben können, was man aber fühlen kann. 

Regenbogen und Wasserfall

01

Seele

Die Seele ist Nicht-Materie; sie ist feinstofflich und immer da. Für ein physisches Menschenleben „körpert die Seele sich ein“ und macht Erfahrungen u.a. von Materie, Zeit, Raum, Dualität, Polarität, Getrenntsein, Schmerz, Liebe. Der Gelehrte Yogi Bahjan sagte „Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.“  Die Seele möchte sich entwickeln und lernen - sie hat einen Seelenplan für die Zeit als Mensch auf Erden und möchte Erfahrungen sammeln, egal welcher Art - sie sind gleich-gültig. Als Mensch und der eigenen Mittendrin-Perspektive kann das schwer verständlich sein. Die Seele bleibt bei allen Erlebnisse aber unverändert. In dem Buch/ Seminar „Archetypen der Seele“ erfährt man die Seelenmatrix, die Aufschluss über die individuellen Grundzüge der jeweiligen Seele eines Menschen gibt.

02

Psyche

Mit jedem neuen Leben (= Inkarnation) hat der Mensch auch eine neue Psyche. Die Seele bleibt dabei unverändert. Die Psyche existiert nur, wenn man in Form eines Körpers lebt, nicht außerhalb, im Gegensatz zur Seele. Die Psyche ist Teil des Körpers, als ein physisches Organ, das aber auch auf der nicht-materiellen Ebene arbeitet. Sie ist ein Verdauungsorgan, das die Erlebnisse des Menschseins verarbeitet und sich hauptsächlich mit dem Thema Angst auseinandersetzt, die man als Mensch auf unterschiedliche Art erfährt, bspw. als abhängiger Säugling, Gewalt, Krieg, Hunger, Not, Mangel, Schmerzen, Krankheit etc. Eine einigermaßen gesunde Psyche kennt Angst, lässt sich von ihr aber nicht beherrschen, so dass sich die Realitätswahrnehmung verändert. Verschiedene Methoden können heilend oder gesundend auf eine kranke bzw. gestörte Psyche wirken.

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Wunderkerze

03

Geist

Der Geist ist kein physisches Organ. Er agiert zwischen den Ebenen Körper, Psyche und Seele als nicht-materieller Vermittler, Kommunikator und auch Wille. Er kommuniziert wahrgenommene Impulse von Innen und aus dem Außen, z. B. dem kollektiven, gesellschaftlichen Geist (C. G. Jung nannte es „kollektives Unbewusstes“) oder im Gespräch mit dem Geist eines anderen Menschen. Begriffe wie Verstand, Intelligenz, Urteilsvermögen, Denkfähigkeit etc. bilden den Geist eines Individuums. Die Entwicklung bzw. Ausprägung des Geistes bestimmt den wirkungsvollen Austausch zwischen Psyche und Seele. Der menschliche Geist kann etwas wollen, dass die Psyche nicht will bzw. Angst vor hat. Der Geist nimmt mehr wahr, als die Psyche und eröffnet somit neue Möglichkeiten für Erkenntnis.

04

Ich

Das „Ich“, also der vollumfassende Mensch, der man jetzt in diesem Leben gerade ist, reiht sich ein, in eine Sammlung von „Ichs“, nämlich der Summe aller bisher gelebten Leben ein. Die Zusammenstellung aus dem jeweiligen physischen Körper (Geschlecht, Größe, Gewicht, Haar-/Augenfarbe etc.), der Psyche, dem Geist und all den äußerlichen Faktoren aus diesem Leben (Land, Kultur, Religion, historische Zeit, Beruf, Familie etc.) haben einen einzigartigen Menschen mit seinem kurzen, mittleren oder langen Leben hervorgebracht. Und so kommen dann einige Varianten an Ich’s bzw. Menschen mit ihrem Leben zusammen, die wir schon einmal waren.

Nahaufnahme Porträt

Der Weg der Seele von der Entfremdung zur Verschmelzung ist der Weg von blinder Unbewusstheit zu klarsichtiger Bewusstheit. Erfüllt von den Freuden und Schmerzen der Reise, kann sie ihren Ausgangspunkt mit einer reifen Liebe wahrnehmen,
die ihr vorher nicht möglich war.


Buch "Welten der Seele" (1993), Varda Hasselmann & Frank Schmolke

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